Schiefer-Fliesen: ein individueller Werkstoff
Schiefer ist ein bereits seit vielen Jahrhunderten gerne verwendetes Material, das weltweit abgebaut und verbaut wird und sich gerade heutzutage immer größerer Beliebtheit erfreut.
Schiefer ist bekanntlich in vielen Millionen von Jahren entstanden und enthält üblicherweise verschiedenste Einschlüsse von Fossilen, die diesem Werkstoff erst seinen einmaligen Charakter verleihen. Fast jeder von uns kennt die auffälligen Strukturen von Schalentieren wie beispielsweise den Schnecken, die häufig deutliche, aber charmante Spuren im Schiefer hinterlassen haben. Schiefer gibt es in verschiedenen Farben, angefangen von dem grauen klassischen Schiefer über jadegrünen bis hin zu buntem Schiefer. Zudem wird Schiefer je nach Abbaugebiet in verschiedenen Härtegraden angeboten. Da Schiefer ein Naturprodukt ist, gleicht keine Schieferplatte der anderen. Gerade das macht für viele Menschen den besonderen Reiz dieses individuellen Materials aus, um sich die eigenen Räumlichkeiten mit Schiefer zu verschönern. Aufgrund seiner relativ weichen Materialeigenschaften entwickelt Schiefer mit der Zeit eine sehr schöne und gerne gesehene Patina, die sich vor allem durch Laufspuren und Schmutzablagerungen bemerkbar macht.
Schiefer ist ein generell pflegeleichtes Material, das allerdings nicht mit säure- oder laugehaltigen Substanzen, sondern eher mit neutralen Reinigungsmitteln gesäubert werden sollte, um die natürliche Optik dieses Steines über Jahre erhalten zu können. Schiefer-Fliesen werden deshalb nicht nur häufig für Fußböden verwendet, sondern auch gerne für moderne Wandverkleidungen und extravagante Tischplatten oder auch als ausgefallene Küchenarbeitsplatten verbaut. Schieferplatten strahlen nicht nur eine kühlere Atmosphäre aus, sondern werden in der Regel auch haptisch als kühl empfunden. Wer Schieferplatten im Wohnbereich auf Fußböden verlegen möchte, sollte sich deshalb in jedem Fall im Vorfeld überlegen, ob es für den individuellen Bedarf sinnvoll sein könnte, zusätzlich eine moderne, Schieferboden geeignete Fußbodenheizung verlegen zu lassen. Hierzu ist es sinnvoll, sich generell vorab den qualifizierten Rat eines Fachmannes einzuholen. Aufgrund seiner natürlichen Unregelmäßigkeiten ist Naturschiefer für Laien oder auch ungeübte Handwerker ein nicht ganz einfach zu verarbeitender Werkstoff und benötigt in der Regel langjährige Verlegeerfahrung, um gerade in Wohnbereichen optisch ansprechende Ergebnisse erzielen zu können.
Schiefer ist überaus witterungsbeständig und bietet sich deshalb auch als zuverlässiges Baumaterial im Dachausbau an. Aufgrund seines hohen Eigengewichtes sind die Transportkosten ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung für oder gegen Schiefer. Deshalb ist Schiefer vor allem im Bereich des Dach- und Fassadenbaus eher regional anzutreffen. Insbesondere in bergigeren Regionen, in denen Schiefer in der Regel auch abgebaut wird, sind deswegen häufig Stadtbilder vorzufinden, die durch interessante Bauwerke mit Schieferdächern charakterisiert sind.
Schieferplatten sind nicht nur in Bau- und Fliesenmärkten vorzufinden, sondern werden heutzutage auch häufig im Internet angeboten. Je nach Ausführung und Farbe des Schiefers gibt es bei den unterschiedlichen Anbietern häufig erhebliche Preisunterschiede, die nicht nur durch die Abbaugebiete abhängigen Transportkosten zu begründen sind. Deshalb ist neben der Optik des jeweiligen Schiefers insbesondere auch sicherlich der Preis ein ausschlaggebendes Kriterium für die Kaufentscheidung.