Günstiger Strom: Ist der billigste immer der beste?
Günstiger Strom kommt in vielen Haushalten noch nicht aus der Steckdose. Ein Anbieterwechsel ermöglicht es, Stromkosten zu sparen. Dabei gilt es, im Tarifangebot auf einige Punkte zu achten.
Um die Haushaltskasse im Bereich des Stroms zu entlasten, gibt es zwei Möglichkeiten: Strom zu sparen, wo es möglich ist, und zu schauen, wo man günstiger Strom beziehen kann. Das hilft, um mitunter einige Hundert Euro im Jahr zu sparen. Seitdem der Strommarkt liberalisiert ist, sind auf dem Strommarkt über 900 Anbieter zu finden, die Tausende von Tarifen anbieten. Da fällt es schwer, den Überblick zu behalten. Im Internet helfen zahlreiche Tarifrechner dabei, den Stromanbieter zu finden, der den eigenen Vorstellungen am nächsten kommt. Dazu muss man nur die Postleitzahl und den jährlichen Stromverbrauch in die Maske eingeben und anklicken, ob man zu den gewerblichen oder privaten Verbrauchern gehört. Ist das erledigt, erscheint eine Tabelle mit Stromanbietern, die übersichtlich nach dem Kriterium des Preises geordnet ist. Da aber nicht immer der billigste Strom der günstigste ist, sollten vorher einige Dinge geklärt sein.
In der Regel erscheinen ganz oben in der Tabelle die Unternehmen, die den Strom am billigsten anbieten. Möglich ist das, weil sie den Strompreis für ein Jahr im Voraus verlangen. Wer die Vorkasse wählt, sollte dabei bedenken, dass einem Zinsen entgehen und das Geld verloren ist, wenn das Unternehmen Insolvenz anmelden sollte. Auch Pakettarife, bei denen man eine bestimmte Strommenge verbindlich abnimmt, sind günstiger. Falls aber mehr Strom verbraucht wird als vereinbart, ist ein höherer Preis nachzuzahlen. Der Strom, den man nicht verbraucht hat, verfällt ungenutzt. Einige Stromanbieter werben mit längeren Vertragslaufzeiten. Der Vorteil ist, dass man sicher planen kann. Da man sich länger gebunden hat, ist allerdings kein Wechsel zu einem günstigeren Anbieter während dieser Zeitspanne möglich. Bei einem Tarif mit Preisgarantie weiß man zwar, welche Summe man bis zu einem bestimmten Termin zu zahlen hat, dafür ist der Strompreis auch höher. Günstiger Strom beziehen kann auch derjenige, der nicht monatlich, sondern viertel- oder halbjährlich bezahlt. Neukunden erhalten bei einigen Anbietern im ersten Jahr einen Rabatt, den Neukunden- oder Wechselbonus. Auch der umweltfreundliche Ökostrom muss nicht teurer sein als der konventionelle.