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Kann ein Konto ohne Schufaeintrag eröffnet werden?

Ein Bankkonto ist ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt für die Bezahlung von Rechnungen und Teilnahme am normalen Geschäftsleben. Das gilt sowohl privat als auch für einen Gewerbebetrieb.

Mittlerweile ist es für jeden Bürger möglich, ein Konto bei einer Bank zu eröffnen. Selbst bei einer negativen Kreditauskunft kann ein Konto auf reiner Guthabenbasis geführt werden, sodass der Bank kein Risiko entsteht, dass ein Dispositionskredit nicht zurückgezahlt wird. Man kann zwar auch ohne ein Konto seine Rechnungen bezahlen, muss in diesem Fall aber eine Bareinzahlung bei einer Bank vornehmen. Dies ist für jede Einzahlung mit Kosten verbunden, die teilweise nicht unerheblich sind. Wer also die Kosten für Bareinzahlungen für Überweisungen vermeiden möchte, sollte sich um ein entsprechendes Guthabenkonto bemühen. Die Kosten für die Kontoführung und die Überweisungen werden auf jeden Fall unter denen der Bareinzahlungen liegen. Und durch die Möglichkeit, Daueraufträge einzurichten und Lastschriften zu ermöglichen, ist ein Schritt in Richtung Normalität getan.

Die Eröffnung eines Bankkontos bei einer Bank im Inland wird dabei immer eine Meldung an die Schufa nach sich ziehen. Die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, kurz Schufa, ist eine von der Kreditwirtschaft betriebene Institution, die durch das Sammeln und die Weitergabe von Informationen ihre Mitglieder vor dem Ausfall von Krediten schützen soll. Ist eine Bank also an die Schufa angeschlossen, wird sie bei einer Kontoeröffnung eine entsprechende Meldung machen. Dies gilt auch bei einem Konto auf Guthabenbasis. Für die Eröffnung eines normalen Girokontos würde die Bank eine Abfrage bei der Schufa starten, was bei einer negativen Antwort dann zu einer Ablehnung des Antrags auf Kontoeröffnung führen würde. Bei einer Anfrage für ein Konto auf Guthabenbasis wird diese Anfrage ebenfalls gemacht, die negative Antwort führt aber nicht zu einer Ablehnung. Das Risiko ist für die Bank in diesem Fall äußerst gering und der Gesetzgeber hat die Möglichkeit dieser Kontoeröffnung geschaffen und die Banken dazu verpflichtet.

Andere Möglichkeiten der Kontoeröffnung gibt es kaum, denn auch wenn wir in einem EU-Binnenmarkt leben, so kann nicht einfach ein Konto im Ausland eröffnet werden. In den meisten Ländern muss eine Wohnadresse in dem Land vorhanden sein, um dort ein Konto zu eröffnen. Wer also nicht bereits zumindest schon einen Zweitwohnsitz im Ausland besitzt, wird sich mit einer Kontoeröffnung sehr schwer tun. Und wer den Großteil seiner Zeit im Inland verbringt, wird auch an den Kosten dann keine Freude haben. Denn jede Überweisung und jede Abhebung an einem Geldautomaten im Inland ist für die ausländische Bank eine Auslandstransaktion und die sind in jedem Fall mit höheren Kosten verbunden. Hinzu kommt noch, dass das im Inland weitverbreitete Lastschriftverfahren im Ausland fast nicht praktiziert wird und man somit nicht einfach eine entsprechende Genehmigung geben kann, sondern alles per Überweisung zahlen muss. Sollte man also die Probleme einer Kontoeröffnung im Ausland überwunden haben, so wird man an dem Konto selbst wenig Freude haben, da die Kosten und die Möglichkeiten des Geldverkehrs andere sein werden als bei einem Konto bei einer inländischen Bank. Somit gibt es zwar kein Konto ohne Schufaeintrag, aber trotzdem Möglichkeiten.