- ist mehr - ist genial

Arbeitszeitkonten Software - besser als die Stempeluhr?

Die früher übliche Stempeluhr wird immer häufiger durch Arbeitszeitkonten Software abgelöst. Die erspart den Unternehmen zusätzliche Arbeit.

In vielen Betrieben gilt sei vielen Jahren das Prinzip, Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Je nach Unternehmen wurde und wird entweder mit Stundenzetteln oder der Stempeluhr gearbeitet. Stundenzettel sind von den Mitarbeitern selbst auszufüllen; am Monatsende muss der jeweilige Vorgesetzte sie gegenzeichnen. Der Stundenzettel war und ist mit dieser Unterschrift der anerkannte Nachweis über die geleisteten Arbeitsstunden. Die Stempeluhr oder auch Stechuhr ist eine Magnetstreifenkarte, bei der beim Durchziehen durch ein Lesegerät auf eine Karte, meistens aus Karton, die Uhrzeit aufgedruckt wird. Sowohl beim Stundenzettel als auch bei der Magnetstreifenkarte ist ein Missbrauch verhältnismäßig einfach. Beim Stundenzettel kann der Mitarbeiter ohne großen Aufwand einfach eine oder zwei Stunden mehr eintragen; wenn der Vorgesetzte nicht selbst die Anwesenheit kontrolliert, kann niemals das Gegenteil bewiesen werden. Bei der Magnetstreifenkarte ist es möglich, einen Kollegen zu bitten, die Karte etwas später durchzuziehen oder eine gewisse Zeit einfach zu verschwinden, ohne die Abwesenheit auszustempeln. Deshalb haben viele Arbeitgeber die Stempelkarte oder den Stundenzettel gegen eine Arbeitszeitkonten Software ausgetauscht.

Ob allerdings die Arbeitszeitkonten Software einem Missbrauch entgegensteht, ist fraglich. Je nach System kann eine Anmeldung mittels Transponder, Scheckkarte, Fingerabdruck oder PC-Anmeldung erfolgen. Die PC-Anmeldung hat den Nachteil, dass der Mitarbeiter auf jeden Fall seinen Computer starten muss, egal, ob eine Notwendigkeit für eine Arbeit am PC besteht oder nicht. Außerdem ist diese Art der Zeiterfassung nur bei Bildschirmarbeitsplätzen möglich. Ein System mittels Scheckkarte, Transponder oder Fingerabdruck ist für Arbeitsplätze ohne PC-Zugang nicht geeignet. Vor Missbrauch schützen auch all diese Systeme nicht. Lediglich der Fingerabdruck verhindert, dass ein Kollege die Zeiterfassung aktivieren kann, stundenlange unregistrierte Abwesenheiten ohne betrieblichen Zweck können auch bei diesen Systemen vorkommen.